Sonntag - 17 05 2020

Das Leben als Stapel

Manchmal wird man im Leben in eine neues Fahrwasser umgelenkt, wenn es einen unerwarteten Stopp gibt. Der Lockdown war dieser Stopp für meine Kurstätigkeit.

Doch da ich mich schon seit 2 Jahren intensiv mit den digitalen Medien auseinandergesetzt habe, konnte ich fast im Nullkommanichts eine Mitgliederplattform schaffen für Kreative aller Couleur.

Ich habe eine neue Form gefunden, in der ich meine Kurse nicht nur fortsetzen, sondern auch ausbauen und verbessern kann.

Die Gründung der Online Akademie Insa Hoffmann– die Dosis Kunst im Monatsabonnement – hat sich als Erfolg erwiesen.

Aus dem weiten Feld der Kunst picke ich jede Woche einen Aspekt heraus und gebe Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mache Bildbesprechungen und inspiriere durch Vorbilder aus allen Bereichen der Kunst. Es ist eine lockere Art Maltechniken, Kreativität und Bildgestaltung zusammenzubringen. In der Online Akademie Insa Hoffmann geht es um Gestaltung egal in welchem Medium.

In der letzten Woche hatten wir das Thema Stapel als Design Prinzip.

Aus einem einzigen Begriff leitet sich für mich immer ein weiterer Themenkreis ab. Ein Thema wird zum Startpunkt für eine Meditation über das Stapeln von Dingen und das Hochstapeln im Besonderen.

Heute lese ich in dem letzten Newsletter von James Clear, dem Autoren von Atomic Habits:

„Unternehmertum ist eine persönliche Wachstumsmaschinerie verkleidet als Streben nach geschäftlichem Erfolg.“

Übertrage ich das auf die Malerei, heißt das für mich Folgendes:

Die künstlerische Tätigkeit ist ein Weg des persönlichen Wachstums verkleidet als Streben nach einem ästhetisch wertvollen Produkt, das gesellschaftliche Anerkennung bekommt.

Wir wollen alle das Produkt, aber den Weg dahin, den vermeiden wir.

Wir sind am Anfang alle ergebnisorientiert und merken irgendwann, dass es dabei auch um persönliche Weiterentwicklung geht.

Zum Hochstapeln fällt mir folgendes ein:

  1. Künstler fühlen sich mitunter als Hochstapler, weil ihre Ideen oft größer sind als sie selbst und das Ego sich anmaßt, es sei auf seinem eigenen Mist gewachsen. Das Hochstapler Syndrom ist eine emotionale Reaktion, die man haben kann, wenn man plötzlich aus dem Schatten ins Licht tritt.
  2. Wenn die Dinge im eigenen Leben in Ordnung kommen, kann sich das als eine Hochstaplerei einfühlen, einfach, weil viele Dinge plötzlich passgenau übereinander liegen und sich fügen.
  3. Stapel sind befriedigende Ordnungen von Dingen und Ideen, die damit sinnvoll geordnet aufbewahrt werden.
  4. Stapeln ist so etwas ein archaischer Sinn für Ordnung in einer chaotischen Welt.

Frage:

In welchem Teil deines Lebens spielen Stapel eine Rolle? Und wie ist es mit dem Hochstapeln? Hast du auch schon mal das Gefühl gehabt, „entdeckt“ zu werden als jemand der nur vorgibt, etwas zu wissen oder zu können?

Die Informationen zu der Online Kunstakademie Insa Hoffmann – der Dosis Kunst für mehr Inspiration findest du hier.

 

 

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